Cannstatter Wasen nicht schon jetzt ganz verloren geben!

Die Stuttgarter FDP fordert angesichts der Absage des Cannstatter Wasens aufgrund der Corona-Situation eine Perspektive für die betroffenen Schausteller.

Der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten, Armin Serwani, sagt dazu: „Infektionsschutz muss immer im Mittelpunkt stehen und es ist allen vollkommen klar, dass dies auf das Festgeschehen des Cannstatter Wasens deutliche Auswirkungen haben wird. Gerade jetzt dürfen wir die Schausteller nicht im Stich lassen. An der Absage von Volksfesten hängen Existenzen, das vergessen wir nicht.

Die weiteren Entwicklungen der Pandemie kann momentan niemand voraussagen. Das gilt für die guten und schlechten Möglichkeiten. Wir hören von Schaustellern, dass sie zu allen Anpassungen bereit sind. Wir als Freie Demokraten geben den Cannstatter Wasen und seine dort Tätigen noch nicht ganz verloren. Wir erwarten von den zuständigen Behörden, dass sie die Entscheidung über die Genehmigung des Volksfests und mögliche Bedingungen im Dialog mit den Schaustellern permanent und bis zum letztmöglichen Zeitpunkt an die Realität der Pandemieentwicklung anpassen.“

Auch die Stuttgarter Landtagsabgeordnete Gabriele Reich-Gutjahr MdL fordert die Behörden auf, mit den Schaustellern in Kontakt zu bleiben und auf Grundlage der sich ändernden Anforderungen und Bedingungen zu schauen, was möglich ist und unter welchen Bedingungen: „Nachbesserungen müssen möglich sein. Denn durch die Absage des Cannstatter Wasen wird besonders deutlich, dass Insolvenzen und empfindliche Umsatzeinbußen drohen, auch im Hotel- und Gaststättengewerbe in der Region Stuttgart.“, so Reich-Gutjahr.

Die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete und Generalsekretärin der FDP Baden-Württemberg, Judith Skudelny MdB, erwartet eine Erklärung vom Bund und Land, wie sie den betroffenen Menschen helfen wird: „Mit den Schaustellern und von Volksfesten lebenden Gastronomen steht eine ganze Berufsgruppe unmittelbar vor dem finanziellen Ruin. Schon die Absagen der Frühlingsfeste führen zu massiven Umsatzausfällen. Eine Branche mit 36500 Vollzeit-Angestellten, deren Inhalt es schon immer war den Menschen Freude zu bringen, darf nicht einfach verschwinden.“